Heilsteine

Eisenkraut - nicht nur gegen Vampire ein extrem wirksamer Schutz

Bereits in der Antike erkannten die Menschen die heilende und magische Wirkung der Verbena officinalis, wie Eisenkraut in der Fachsprache genannt wird. So galt die Pflanze beispielsweise als eine der 12 höchsten Schutz- und Zauberpflanzen der Rosenkreuzritter.

Während sich auch heute noch einige Mythen um sie drehen und besonders spirituelle Menschen in Deutschland immer noch an die magische Wirkung der Pflanze glauben und sie daher als Zauberkraut verwenden, setzten bereits die Menschen der Antike Eisenkraut gegen Vampire und andere übernatürliche Wesen ein.

Neben dem Schutz gegen Hexen und Vampire wurde Eisenkraut aber vor allen Dingen eine heilende und aphrodisierende Wirkung zugesprochen. Daher galt es bei den Griechen, Römern, Spartanern, Kelten, Galliern, ja sogar bei den Wikingern bereits in der Antike als heiliges Kraut. Die Ägypter nannten die Pflanze zu Ehren der Göttin der Magie Träne der Isis. Aufgrund dieses weitverbreiteten Glaubens fand sich Eisenkraut im Mittelalter auch in nahezu allen Heil- und Liebestränken. Auch Hexensalben, wie die bekannte Flugsalbe, und Zaubertränke wurden mit Eisenkraut gespickt, da die magische Wirkung diese umso effektiver machen sollte.

Der Weg zum starken, erfolgreichen Menschen dank Eisenkraut


Zudem versprachen sich die Menschen von Räucherritualen mit Eisenkraut verschiedene, positive Effekte auf ihr Leben. Dazu zählen unter anderem die folgenden:

  • materieller Erfolg
  • Mut
  • Selbstvertrauen
  • eine gestärkte Persönlichkeit


Aber in erster Linie wurde die Pflanze zur Reinigung und zum Schutz verwendet. So trugen beispielsweise römische Soldaten immer ein kleines Sträußchen bei sich, wenn sie in eine wichtige und große Schlacht zogen. Ein Brauch, der sich bis heute gehalten hat, obwohl viele Menschen heutzutage eher Verbena, eine kleine Unterart des Eisenkrautes, bei sich tragen, das allerdings eine geringere Wirkung haben soll.

Auch über Hauseingängen und in vielen alltäglichen Speisen und Getränken war die Pflanze zur Vertreibung böser Geister zu finden. Ebenfalls ein Ritual, das sich bis heute gehalten hat. So ist in England auch jetzt über einigen Eingängen noch Eisenkraut zu finden und viele Neubezüge werden mit einem Räucherritual zur Reinigung der Wohnung begonnen.

Der Schutz vor Übernatürlichem als höchstes Gut


Eisenkraut, das nicht nur geräuchert seine volle Wirkung entfalten soll, diente also schon immer als Protektor gegen unerklärliche, übernatürliche Wesen und findet auch heute noch Gebrauch in diesem Bereich. In England wurde es lange Zeit Devil's Bane, also Teufelsbanner oder auch Teufelsgift, genannt, da ihm die Macht des Bannens von Hexen und Teufeln zugesprochen wurde. Aber auch gegen Werwölfe und Vampire soll Eisenkraut eine extrem starke Wirkung haben.

So wurde der Pflanze beispielsweise nachgesagt, dass sie selbst dann noch wirkt, wenn Knoblauch bereits versagt hat. Daher trugen die Menschen oft ein frisches Sträußchen Eisenkraut bei sich, um sich effektiv gegen Vampire zu schützen. Doch es sollte nicht nur gegen physische, sondern auch psychische Angriffe helfen. Den Blutsaugern wurde die Fähigkeit zugeschrieben, die Gedanken ihrer Opfer kontrollieren zu können. Um seinen freien Willen behalten und die Manipulation durch Vampire mit Eisenkraut verhindern zu können, sollte bereits das Mittragen reichen.

Zudem wirkte Eisenkraut angeblich tödlich für Vampire, die es zu sich nahmen. Deshalb mischten die Menschen es häufig unter ihr Essen oder verwendeten es als Beigabe für ihre Getränke. In England war Eisenkraut zum Schutz vor Vampiren beispielsweise eine essenzielle Zutat in vielen Bierrezepten.

Mythen rund um Eisenkraut und Vampire halten sich bis heute


Einige dieser Mythen haben sich bis heute gehalten, weshalb viele Geschichten darauf basieren und es immer noch Menschen gibt, die diverse Rituale praktizieren. So leben in Süddeutschland beispielsweise auch heute noch Kräuterweiber, die ihre Morgengetränke mit Eisenkraut gegen Vampire würzen, um sich so gegen einen möglichen Angriff zu wehren.

Und auch im Fernsehen werden die Sagen um die Pflanze wieder aufgegriffen. Sie ist zum Beispiel in der Serie Vampire Diaries eines der effektivsten Mittel gegen die lästigen Blutsauger. Angeblich soll dort in der Blutbahn eines Vampirs Eisenkraut diesen erheblich schwächen. Aber auch das Einreiben der Haut eines Vampirs mit Eisenkraut hat in der Serie verheerende Folgen für diesen. Die betroffene Stelle verbrennt nämlich.